Volkshausgenossenschaft Luzern mit neuem Zweck in die Zukunft


Nach dem Verkauf ihrer Liegenschaft am Pilatusplatz (Hotel Anker) hat sich die Volkshausgenossenschaft Luzern intensiv mit ihrer Zukunft beschäftigt. Resultat ist ein neuer Zweck: Die Förderung und Unterstützung regionaler Projekte und Institutionen im Sinne der Gründer der Genossenschaft.

Gut zwei Jahre ist es her, seit die Generalversammlung der Volkshausgenossenschaft Luzern beschlossen hat, ihre letzte Liegenschaft – das unter dem Namen Hotel Anker allgemein bekannte Volkshaus am Pilatusplatz – zu verkaufen. In der Folge musste sich die über hundertjährige Genossenschaft bzw. ihre Mitglieder überlegen, welchen Zweck sie künftig erfüllen will. Denn der Betrieb einer Gaststätte mit Restaurant, Saal und Unterkunft, wie es die Statuten vorgesehen haben, war nicht mehr möglich. «Es standen alle Zukunftsszenarien zur Debatte, bis hin zur Auflösung der Genossenschaft», sagt Giorgio Pardini, Präsident der Volkshausgenossenschaft Luzern. «Der Wunsch nach einer Weiterführung der Tradition der Genossenschaft hat aber überwogen.»

Kapitalgewinne werden auf Gesuch hin vergeben

Das Genossenschaftsvermögen ist in der Zwischenzeit nach Kriterien der Nachhaltigkeit angelegt. Der jährliche Gewinn daraus soll ab sofort Projekten und Institutionen zugute kommen, welche im Sinne der Grundwerte der Genossenschaft agieren und sich per Gesuch an die Volkshausgenossenschaft wenden. Bei der jährlich verfügbaren finanziellen Unterstützung wird es sich um einen Betrag im tieferen fünfstelligen Bereich handeln, je nach Verlauf der Wirtschaft. Pardini: «Wo wir können, stehen wir zusätzlich mit Know-how und Netzwerk zur Verfügung.» Alle Angaben zur Vergabe finden sich auf der neuen Website der Genossenschaft.

LGB-Geschäftsleiter übernimmt Geschäftsstelle

Die Sekretariatsarbeiten sowie die allgemeinen Aufgaben des Kassiers werden derzeit an den Luzerner Gewerkschaftsbund übergeben. Künftig dafür verantwortlich sein wird Geschäftsleiter Marcel Budmiger. Die Volkshausgenossenschaft erhofft sich dadurch eine Entlastung für den Verwaltungsrat sowie eine bessere Verankerung im Tagesgeschäft.